Es ist die letzte Juniwoche des Jahres 2008. Der Auftrag war klar und eindeutig formuliert. "Du mußt Büroräume finden" O.K. - kann ja nich so schwer sein . . .
Leerstand allerorten und die Wirtschaftskrise nahm so richtig Fahrt auf!
Der Teufel steckte wie so oft auch hier im Detail: Repräsentativ aber nicht protzig, tolle Adresse - am besten Hausnummer 1, 1a Lage, Fußgängerzone, Nähe Cucina, perfekte Anbindung Nahverkehr, "einfach was besonderes", ansprechender Eingang, helles Treppenhaus und schöner Aufzug, bezahlbar, gute Parksituation mit Parkhaus - die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit . . . Ach ja - natürlich darf kein Personaldienstleister schon im Haus sein!

Ufff - über 400 gibt´s in Nürnberg und natürlich befinden sich die meisten - richtig - in der Innenstadt.

Es bedarf keiner Erwähnung, dass die ersten (gefühlten 348) Vorschläge alle abgelehnt wurden. Dann kam jener nasskalte Tag im November. Objekt 349 war es! Der Eingang war zwar noch nicht ansprechend, das Treppenhaus stockdunkel und ein Aufzug war nicht vorhanden – für einen Rohbau auch nichts wirklich ungewöhnliches.

Aber sobald man den Weg über Bauleitern auf die bis dato höchste Ebene hinter sich gebracht hatte war eines klar: Das ist es!

Vielleicht waren es auch einfach nur die Zahlen, welche den Ausschlag gaben? Fußgängerzone 236 Meter, Cucina 154 Schritte, Hausnummer 1a und Dachterrasse mit Burgblick . . .